Sternfahrt 2022

Wir hoffen, dass wir unsere Sternfahrt geplant in 2020, aktualisiert 2021 - im Mai 2022 nach Erfurt und Görlitz durchführen können.

 

Erfurt

Erfurt ist die Landeshauptstadt des Freistaates Thüringen.

Sie ist mit gut 214.000 Einwohnern (2018) zugleich größte Stadt Thüringens und neben Jena und Gera eines der drei Oberzentren des Landes.

 

Wichtigste Institutionen neben den Landesbehörden sind das Bundesarbeitsgericht, die Universität und Fachhochschule Erfurt, das katholische Bistum Erfurt, dessen Kathedrale der Erfurter Dom ist, sowie das Landeskirchenamt der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

 

Neben der Krämerbrücke stellt das einzigartige Ensemble von Dom und Severikirche eine der Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt dar. Darüber hinaus besitzt die Stadt einen knapp drei Quadratkilometer großen mittelalterlich geprägten Altstadtkern mit etwa 25 Pfarrkirchen, der barocken Zitadelle Petersberg, der ältesten erhaltenen Synagoge in Mitteleuropa sowie zahlreichen Fachwerk- und anderen Bürgerhäusern.

 

Erfurt wurde 742 im Zusammenhang mit der Errichtung des Bistums Erfurt durch Bonifatius erstmals urkundlich erwähnt – schon damals als Großsiedlung. Bereits kurz danach entwickelte es sich zum Zentrum des Thüringer Raumes, wenngleich es lange Zeitabschnitte politisch nicht Teil des Landes war. Im Mittelalter hatte die Stadt ein hohes Maß an Autonomie. Das änderte sich mit der gewaltsamen Unterwerfung durch die Mainzer1664. Im Jahr 1802 wurde Erfurt Teil Preußens (mit Ausnahme der Zeit von 1806 bis 1814, als es als Fürstentum Erfurt direkt unter französischer Herrschaft stand) und blieb es bis 1945. Die Universität wurde 1392 eröffnet, 1816 geschlossen und 1994 neu gegründet. Damit ist sie die dritte Universität, die in Deutschland eröffnet wurde, kann dank eines Gründungsprivilegs von 1379 aber auch als älteste gelten. Martin Luther war ihr bekanntester Student.

 

Die Wirtschaft der Stadt ist von Verwaltung und Dienstleistung geprägt. Außerdem ist Erfurt Standort verschiedener Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau sowie in der Mikroelektronik. Ferner hat sich auf Grund der niedrigen Lohnkosten und der zentralen Lage in Deutschland eine bedeutende Logistik-Branche etabliert. Erfurt ist nach Leipzig die Stadt mit der zweitgrößten Messe in den ostdeutschen Ländern. Erfurt ist mit dem Hauptbahnhof wichtiger Eisenbahnknotenpunkt im Personenverkehr. Bekannt ist Erfurt auch für seinen Gartenbau (egapark, Deutsches Gartenbaumuseum, Bundesgartenschau 2021) und als Medienzentrum (Sitz des Kindersenders KiKA, mehrerer Radiostationen sowie Tageszeitungen).

 

Die Stadt liegt im weiten Tal der Gera im hügeligen, landwirtschaftlich intensiv genutzten südlichen Thüringer Becken.

 

Görlitz

Die Kreisstadt Görlitz ist die östlichste Stadt Deutschlands und die größte Stadt der Oberlausitz. Sie liegt an der Lausitzer Neiße, die nach dem Zweiten Weltkrieg als Grenze zu Polen festgelegt wurde. Der östlich des Flusses gelegene Teil der Stadt gehört seitdem als eigenständige Stadt Zgorzelec zum Nachbarland. 

 

Wegen der Teilung wurde Görlitz gemeinsam mit Zgorzelec 1998 zur Europastadt erklärt. Sie liefern ein Beispiel dafür, wie die Menschen zweier Nationen Grenzen überwinden können.

 

Erste Siedlungen lassen sich für die Region bereits für die späte Jungsteinzeit nachweisen. Auf römische Spuren weisen Funde von Bronzemünzen aus der späten Kaiserzeit hin. Nach dem das Gebiet während der Völkerwanderung verlassen wurde, siedelten sich erst ab dem 7. Jahrhundert wieder slawische Stämme an.

Aufgrund des Konflikts zwischen Böhmen, Polen und dem Heiligen Römischen Reich kam es zu häufigen Herrschaftswechseln, was die Entwicklung der Siedlungen hemmte.

 

Durch die Teilung Schlesiens nach dem Ersten Weltkrieg kam Görlitz zur westlichen Provinz Niederschlesien. Während der Zeit des Nationalsozialismus scheiterte der Versuch, die Synagoge zu zerstören, so dass Görlitz heute über eines der wenigen unversehrten jüdischen Gotteshäuser Sachsens verfügt.

 

Nach der Teilung der Stadt nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Stadt, durch die Unterzeichnung des Abkommens zwischen der Volksrepublik Polen und der Deutschen Demokratischen Republik über die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze international bekannt. Mit der Wiedervereinigung erkannt die Bundesrepublik diese Grenze endgültig an und Görlitz wurde eine kreisfreie Stadt im neugebildeten Regierungsbezirk Dresden.